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Außenwirtschaft Artikel
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Die Außenwirtschaftslehre beschäftigt sich mit allen Fragen, die mit dem grenzüberschreitenden Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital zusammenhängen. In dem Bereich der Volkswirtschaftslehre stellt die Außenwirtschaftslehre in dem Grunde kein eigenständiges Gebiet dar, sondern sie wendet ca. Aussagen und Theorien aus der Makroökonomie und Mikroökonomie auf außenwirtschaftliche Fragstellungen an.
Sie muss dabei aber zwei Besonderheiten Rechnung tragen: Erstens sind Länder in unterschiedlichem Maße mit Produktionsfaktoren und Ressourcen ausgestattet. Mit den daraus resultierenden Fragen beschäftigt sich die güterwirtschaftlich (reine) Theorie des Außenhandels. Zweitens findet Handel zwischen unterschiedlichen Währungsgebieten statt, wodurch Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen entstehen und der Wechselkurs eine entscheidende Rolle spielt. Mit diesem Themenkomplex beschäftigt sich die monetäre Theorie des Außenhandels. Beide Ansätze stehen weitgehend unverbunden nebeneinader, sind aber erforderlich, um alle Facetten der Außenwirtschaft abzuhandeln.
Über diese "klassischen" Themen hinausgehend haben in den letzten Jahren Fragen der wirtschaftlichen Integration verstärktes Interesse in Wirtschaftstheorie und der Öffentlichkeit gewonnen.
Ein gesondertes Wissensgebiet sind betriebswirtschaftliche Aspekte des Außenhandels, so z.B. der Anbahnung und Abwicklung von Exportgeschäften, der Absicherung gegen Wechselkurs-, wirtschaftliche und politische Risiken.
Buch-Tipp: Au Schwarte!, Geschichtenbuch, Bd. 3: Die Schatzsuche Warum Aufräumen Spass machen kann, . . . erklärt Opa Ringel seinen Enkeln (wenn man, wie Ringels Vater, das Aufräumen zur Schatzsuche macht). Wieder einmal erzählt er eine Geschichte vom Raluhof, und was er als Jungschwein so mit seinen Freunden Entje und Hörnchen erlebte. Die Geschichte ist lustig und lehrreich und mit vielen schönen, großen... |
Güterwirtschaftliche (reine) Außenwirtschaftstheorie |
Buch-Tipp: Au revoir, les enfants. Scenario (Lernmaterialien) Eingängiger Rückblick auf eine finster Zeit ! Mit diesem stark autobiographischen Buch/Film verarbeitet Louis Malle seine Vergangenheit. Julien Q. - eigentlich Louis Malle - besucht ein Klosterinternat in der Nähe von Paris zur Zeit des Vichy-Regimes. Irgendetwas mysteriöses umgibt die drei neuen Mitschüler. Julien kriegt es raus: Sie sind... |
Komparative Kostenvorteile und Austauschverhältnis | |
Die güterwirtschaftliche Theorie beschäftigt sich mit den Ursachen des Außenhandels. Dieser kommt zu Stande
- wenn Güter in einem Land nicht verfügbar sind, (z.B. Deutschland importiert Bananen)
- besondere Präferenzen für ausländische Güter bestehen (Import von französischem Champagner)
- Länder über unterschiedliche Kostenvorteile verfügen.
Adam Smith ging noch davon aus, dass sich Außenhandel ca. beim Vorhandensein absoluter Kostenvorteile lohnt. David Ricardo (1772-1825, englischer Nationalökonom) zeigte aber, dass auch ein Land, das bei allen Gütern über absolute Kostenvorteile verfügt, dennoch Nutzen aus dem Außenhandel ziehen kann, wenn es seine komparativen Kostenvorteile ausnutzt.
Quintessenz dieser Überlegungen ist, dass Spezialisierung und Außenhandel die Wohlfahrt aller Länder erhöht. Die gilt immerhin dann, wenn sich auf den Weltmärkten ein Austauschverhältnis terms of trade herausbildet, bei dem beide Seiten profitieren. Allerdings sind die Vorteile aus dem Außenhandel an Annahmen geknüpft, die in der Praxis nicht ohne weiteres erfüllt sind. So wird unterstellt, dass Produktionsfaktoren in den beteiligten Ländern flexibel einsetzbar sind, dass also ein Land, das z.B. sein Vorteile auf dem Gebiet der Landwirtschaft verliert, die dort beschäftigten Arbeitskräfte ohne weiteres in Industrien einsetzen kann, die über Vorteile in dem Außenhandel verfügen. Auch kann die Spezialisierung zu Monokulturen führen, wodurch Länder von einem Produkt abhängig werden und sich terms of trade herausbilden können, die nicht mehr vorteilhaft für das Land sind; unter diesem Problem leiden viele Entwicklungsländer.
Buch-Tipp: Automatisieren mit SPS Theorie und Praxis (Vieweg Fachbücher der Technik) Sehr empfehlenswert für S7-Programmierer In meinen Augen ist dieses Buch besonders geeignet für Programmierer, die sich mit der S7 auseinander setzen wollen oder müssen. Interessant sind sowohl die theoretischen Grundlagen, als auch die anhand von Beispielen dargestellten Lösungswege. Besonders kam es mir auf die Kapitel Vernetzung über PROFIBUS... |
Handelspolitik und Protektionismus | |
Obwohl ein freier Welthandel nach der Theorie der komparativen Kosten den Wohlstand aller Volkswirtschaft begünstigt, ergriffen und ergreifen Länder protektionistische Maßnahmen zur Beschränkung des Handels. Dass es dazu kommt, liegt unter anderem daran, dass die Vorteile des Freihandels für den Einzelnen klein sind und von diesem nicht bewusst wahrgenommen werden, während Nachteile häufig kleine Gruppen (in Deutschland z.B. die Bergarbeiter) sehr hart treffen, die entsprechend laut ihre Interessen artikulieren.
Traditionelle Instrumente einer strategischen Handelspolitik sind Zölle, Kontingente und Exportsubventionen. Man genannt diese auch als tariffäre Handelshemmnisse. Große Bedeutung besitzen aber auch nicht-tariffäre Maßnahmen wie z.B. Selbstbeschränkungsabkommen, Ausländer diskriminierende Vorschriften und Normen oder bürokratische Regelungen.
Buch-Tipp: Basiswissen Softwaretest Beste Chancen für die Zertifizierung! Ohne Vorkenntnisse über Testen habe ich den Kurs "Certified Tester Foundation Level" als Weiterbildung besucht. Zu dem Kurs gab es das Buch gratis dazu und es war eine sehr gute Kursunterstützung.
In den drei Tagen war dies meine Lernlektüre für die bevorstehende Prüfung des Kurses für die Zertifizierung.... |
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Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Neuordnung des Welthandels 1947 mit der Gründung des Allgemein Zoll- und Handelsabkommen GATT. In seinem Rahmen fanden acht Verhandlungsrunden statt, in denen die Zölle global gesenkt wurden. Die achte Runde (sog. Uruguay-Runde) endete mit der Gründung der Welthandelsorganisation WTO.
Buch-Tipp: Bregenzerwald - Hittisau, Bezau, Au, Damüls. 50 Touren (Rother Wanderführer) Lust auf Wandern? Dann ist dieser Wanderführer exakt richtig Dieser Wanderführer ist geradezu ideal für Wanderungen in dem Bregenzerwald. Es sind ausnahmslos sehr schöne Touren, vom Spaziergang bis zur Hochalpintour. Die Zeitangaben für die einzelnen Wanderungen haben stets sehr gut gestimmt (ich bin nicht der Profi-Wanderer, sondern habe eine mittlere... |
Monetäre Außenwirtschaftstheorie | |
Während in dem Mittelpunkt der güterwirtschaftlichen Theorie physische Ströme von Waren und Dienstleistungen stehen, betrachtet die monetäre Theorie die denen entsprechenden Geldströme und bezieht auch den internationalen Kapitalverkehr mit ein.
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Darstellung des Außenhandels in der Zahlungsbilanz | |
Definitorischer Rahmen für die Abbildung der grenzüberschreitenden Geld- und Kapitalströme ist die Zahlungsbilanz. Diese ist insgesamt gesehen immer ausgeglichen, da alle Ungleichgewichte letztlich durch die Zentralbank ausgeglichen werden, deren Devisenreserven sich entsprechend verändern. Von einer ausgelichenen Zahlungsbilanz spricht man, wenn sich die Devisenreserven nicht ändern, also die Devisenbilanz ausgeglichen ist. Instrumente zu dem Zahlungsbilanzausgleich sind der Wechselkurs und der Zins.
Buch-Tipp: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus Ein neuer Blick in die Hintergründe unseres Lebens Richard Sennett, obwohl er ein Soziologe ist, geht zu dem Teil wie ein Volkskundler seine Betrachtung der aktuellen Lebenswelten an. Er vollzieht teilnehmende Beobachtungen und schildert die Ansichten der Menschen mit denen er zu dem Teil viel Zeit verbracht hat. Die neue Betrachtung der Grenzenlosigkeit... |
Wechselkurs und Außenhandel | |
Die klassische Annahme der monetären Außenwirtschaftslehre ist, dass das Angebot und die Nachfrage auf den Devisenmärkten allein aus dem Außenhandel ergibt: Exporteure erlösen Devisen und bieten sie an, Importeure benötigen zur Bezahlung ihrer Rechnungen Devisen und fragen sie nach. Bildet sich der Wechselkurs frei nach Angebot und Nachfrage, dann beeinflussen Ungleichgewichte in der Zahlungsbilanz den Wechselkurs, und der Wechselkurs beeinflusst wiederum die Zahlungsbilanz. (Bei festen Wechselkursen erfolgt die Anpassung über die Inflationsraten). Hat ein Land einen Überschuss in der Zahlungsbilanz, übersteigt das Angebot auf dem Devisenmarkt die Nachfrage, der Kurs der ausländischen Währung gerät unter Druck bzw. die inländische Währung wertet auf.
Eine Aufwertung der heimischen Währung verteuert aber die Ausfuhren, so dass, eine normale Preiselastizität der Nachfrage vorausgesetzt, in dem Ausland weniger Exportgüter nachgefragt werden, die Ausfuhren also sinken. Gleichzeitig werden Importgüter billiger, so dass die Einfuhren steigen. Damit verringert sich der Überschuss in der Zahlungsbilanz. Diese hier ca. vereinfacht wiedergegebene Argumentation war es, die Ende der sechziger Jahre, als das Bretton-Woods-System fester Wechselkurse zusammenbrach, die Forderung nach flexiblen Wechselkursen laut werden ließ.
Allerdings wird die Zahlungsbilanz inzwischen in hohem Maße durch Kapitalströme beeinflusst, die zwar auch auf Wechselkurse reagieren, aber auch durch Zinsdifferenzen, Wachstumserwartungen etc. beeinflusst werden.
Buch-Tipp: Der neue Knigge. Sichere Umgangsformen für alle Situationen Groteske Sammlung von Allgemeinplätzen Bin bei einem Bekannten auf dieses Buch gelesen und war sofort hellauf begeistert. Eine solche Menge unfreiwilliger Komik und geballten Schwachsinns liest man doch eher selten. Besonders komisch wird es, wenn F. v. Au ihre Absichtgruppe aus den Augen verliert und vergisst, dass sie einen Groschenratgeber für... |
Die internationale Währungsordnung | |
Noch während des Zweiten Weltkrieges wurde bei einer Konferenz in Bretton Woods die Neuordnung der internationalen Währungsordnung in die Wege geleitet mit Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und seiner Schwesterorganisationen Weltbank und Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD). Die Wechselkursbeziehungen zwischen den IWF-Mitgliedern waren durch das Bretton-Woods-System geregelt, dass durch feste Wechselkurse aller Mitgliedsländer gegenüber dem Dollar gekennzeichnet war, für den wiederum ein Goldstandard galt. Als das System Anfang der siebziger Jahre zusammenbrach, bildete sich in Europa das Europäisches Währungssystem heraus, im die stark verflochtenen Länder der Europäischen Union untereinander feste Wechselkurse vereinbarten.
Aufgabe des IWF ist heute vor allem die Überwachung der Stabilität der Währungen ihrer Mitglieder (Surveillance) und die Gewährung von Überbrückungskrediten, um Währungskrisen zu vermeiden. Allerdings verfolgten die IWF-Mitglieder zeitweise informelle Wechselkursziele, so z.B. 1985, als sie in konzertierter Aktion eine außerordentlich starke Aufwertung des Dollar stoppten und 1987, als sie den Fall des Dollar beendeten.
Buch-Tipp: Die Au-Pairs - von der Sonne geküsst. bitte mehr davon!!!!!! Dies ist der 3. Teil der Au Pairs und ich muss sagen, eine gelungene Fortsetzung.
Die 3 Freundinnen sind zurück in den Hamptons, wo Mara den Sommer mit ihrem Ryan auf einer Yacht verbringt, doch schon bald fängt sie an ihrer Traumbeziehung zu zweifeln.
Eliza, stets noch glücklich mit Jeremy liiert, macht ein Praktikum bei... |
Integration von Wirtschaftsräumen | |
Zu Definition und Formen der Integration siehe Wirtschaftliche Integration. Zu den Wirkungen siehe auch Zollunion.
Buch-Tipp: Die drei Kritiken, 4 Bde. Absolute Spitzenklasse Diese vier Bände gehören, wie mein Vorredner schon schrieb, in jeden Bücherschrank. Dort sollen sie aber nicht lange Verweilen : gelesen sollten sie werden. Auch wenn sie etwas kompliziert Geschrieben sind, was bei Kant sowieso klar ist, sind sie sehr zu empfehlen. Preis/Leistung : Sehr gut, wenn man das bei einem Buch... |
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Vgl. dazu den Überblicksartikel Europäische Union, der zu weiteren Themen und Stichworten der europäischen Integration führt.
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Andere Integrationsräume | |
In Europa hatte sich parallel zur EU die EFTA (European Free Trade Association) gegründet, die meisten ihrer Mitglieder traten aber nach und nach der EU bei. In Osteuropa war als Gegenpol zur Marshallplanhilfe der Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW, COMECON) entstanden, der sich 1991 mit dem Ende des planwirtschaftlichen Systems auflöste.
In Nordamerika wurde die US-kanadische Freihandelszone 1994 durch den Beitritt Mexikos die NAFTA (Nordamerikanische Freihandelszone) gebildet. In Südamerika gründeten Argentinien, Uruguay, Brasilien und Paraguay den Mercosur. In der Planung ist eine panamerikanische Freihandelsuone FTAA.
In Asien steht die regionale wirtschaftliche Integration noch am Anfang. In Südostasien existiert zwar schon seit 1967 die ASEAN, jedoch unternehmen ihre Mitglieder erst gegenwärtig erste Schritte in Richtung einer Freihandelszone.
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Betriebswirtschaftliche Aspekte des Außenhandels | |
Aus betrieblicher Sicht sind grenzüberschreitende Geschäfte mit besonderen Risiken verbunden:
- Dadurch, dass Geschäfte häufig in fremden Währungen fakturiert werden, ergibt sich die Notwendigkeit einer Absicherung gegen Wechselkursrisiken (siehe:Hedging).
- Dadurch, dass die Transportwege länger sind, entstehen auch größere Transportrisiken als in dem Binnenhandel. Darum sind klare Absprachen zu treffen, wo Risiken vom Versender auf den Empfänger übergehen und wer welche Kosten zu tragen hat. Um hier klare Regeln zu schaffen, werden in Verträgen international eindeutig definierte Handelsklauseln benutzt.
- Ferner unterliegt Außenhandel besonderen Länder- und politischen Risiken. Eine staatlich garantierte Absicherung gegen solche Risiken bilden in Deutschland die Hermes-Bürgschaften.
- Schließlich kann es schwierig sein, Forderungen gegen Vertragspartner durchzusetzen, deren Rechtssitz in dem Ausland liegt und auf die daher das inländische Recht nicht anwendbar ist.
- Absicherung in dem Außenhandel ist auch durch Dokumentenakkreditiv möglich.
Siehe auch: Außenhandelsstatistik
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